S T E C K B R I E F:

Schauspieler. Synchronsprecher. Schlagersänger. Thomas Fritsch war die deutsche Synchronstimme u.a. von Russell Crowe, William Hurt, Jeremy Irons, John Hurt, Tim Curry. Mehr als 300 Sprechrollen. Geboren am 16. Januar 1944 in Dresden und verstorben am 21.04.2021. Sternzeichen Steinbock. Lebte in München sowie auf der griechischen Insel Mykonos und zuletzt in einer Senioreneinrichtung. – Thomas Fritsch wurde 77 Jahre alt.

Wenn Synchronschauspieler Thomas Fritsch im fünffach Oscar-prämierten Blockbuster Gladiator oder auch in Master & Commander Hollywoodstar Russell Crowe synchronschauspielte, verneigten wir uns in demütiger Bewunderung. Was Fritsch mit seiner wundervollen Stimme hier leistete, ist ganz großes Kino. Es sind viele Hollywoodstars, denen Thomas Fritsch im Laufe seiner Karriere zur deutschen Sprache verhalf. Auch Kris Kristofferson profitierte von seiner markanten Stimme. Beispielsweise in der Verfilmung Planet der Affen aus dem Jahr 2001.

Auch viele deutsche Fassungen wunderbarer Walt Disney Zeichentrickfilme erfuhren einen großartigen Mehrwert durch das Synchronschauspiel von Thomas Fritsch. Seine warme und sonore Stimme kennen wir beispielsweise auch aus Findet Nemo. Oder denken wir an die großartige Verkörperung des Scar in Der König der Löwen aus den Jahren 1994 und 1998. Fritsch brillierte mit seiner einzigartigen Stimme ebenfalls im Kinofilm Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer.  Auch lieben wir seine unverwechselbare Stimme als Säbelzahntiger Diego in den Ice Age Filmen. Thomas Fritsch lässt die Großkatze, die im ersten Teil noch Schwierigkeiten mit dem Widerstehen von Fleisch hat, im Verlauf zu einem liebenswerten Säbelzahntiger werden. We love it.

Thomas Fritsch besuchte noch die Schauspielschule – er lernte auch Gesang und Ballett, als er bereits für den Film entdeckt wurde. Im Verlauf seiner Karriere stand er mit wunderbaren Schauspielkollegen vor der Kamera. Auch mit seinem Vater Willy Fritsch spielte er. Unter anderem im Spielfilm Das hab‘ ich von Papa gelernt oder in Das gibt’s doch zweimal – einer Show des Zweiten Deutschen Fernsehehen im Jahr 1965. Weiter brillierte Thomas Fritsch in Spielfilmen an der Seite der liebenswerten Lilli Palmer, der großartigen Hildegard Knef oder der faszinierenden Daliah Lavi. Regelmäßig spielte er in DerrickDer Alte oder in der herrlichen Serie Drei sind einer zuviel, mit Jutta Speidel und Herbert Herrmann.

Thomas Fritsch war einer der bekanntesten deutschen Schauspieler der Gegenwart. Lange schon hatte er sich in die Herzen gerade auch seiner weiblichen Fans gespielt. Er hatte es einfach: das gewisse Etwas. Und fast mochte man sagen, dieser Mann alterte nicht. Dabei waren es jedoch nicht unbedingt die Sonnyboy-Rollen, die ihm die größte Freude bereiteten. „Der Liebhaber ist ja eigentlich die langweiligste Rolle von allen, der Bösewicht und der Komiker machen Spaß.“

Der Facettenreichtum von Thomas Fritsch war enorm. Sein Spiel und seine Stimme faszinierten in zahlreichen Hörspiel- und Hörbuchproduktionen. Fritsch spielte auch auf Theaterbühnen. Seit Generationen war er ein gefragter Werbesprecher. Bereits vor 40 Jahren machte er uns die Piemont-Kirsche des italienischen Herstellers Ferrero schmackhaft. Der mehrfach ausgezeichnete Schauspieler und Synchronsprecher (u.a. Bambi 1963), wurde 2002 auch mit dem Deutschen Preis für Synchron, für herausragende männliche Synchronarbeit geehrt.

Nun verstarb er heute am 21.April 2021. – Wir bedanken uns für die zahlreichen gemeinsamen Produktionen und die stets sehr angenehme Zusammenarbeit.

Lebe wohl Thomas!

 

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